In Nepal ist Bildung ein Schlüssel zur Zukunft. Doch die Bedingungen im Bergdorf Lumsa sind herausfordernd. Bis im Herbst 2025 teilten sich die rund 50 Kinder nur wenige Tische und Bänke. Konzentriertes Lernen war unter diesen Umständen schwierig.
Vom Baum zum Tisch. Lokale Wertschöpfung.
Unser Ansatz von Nepal Swiss ist nachhaltig und regional verankert. Aus lokalem Holz fertigen einheimische Handwerker mobile Schulmöbel wie Tische und Bänke. Jedes Kind erhält einen eigenen Platz zum Sitzen, Schreiben und Lernen. So entsteht eine Lernumgebung, die Konzentration und Freude am Unterricht fördert.
Dringende Sanierung der Infrastruktur.
Bildung braucht ein gesundes Umfeld. Schwere Unwetter während der letzten Regenzeit hatten die WC-Böden der Schule stark beschädigt. Deshalb integrierten wir die Sanierung der sanitären Anlagen direkt in das Projekt «Schul-Infrastruktur». Verwendet wurden robuste und langlebige Materialien. Die Arbeiten führte ein lokaler Handwerker sorgfältig aus.
Lernen einmal anders.
Im November 2025 arbeiteten wir mit verschiedenen Kindergruppen spielerisch mit Zahlen. Wir nutzten Würfelspiele von 1 bis 10 und kombinierten Mathematik mit Malen. Die Kinder waren aktiv beteiligt, das Lehrerteam schätzte die neuen Lernimpulse und alle hatten grosse Freude.
Gemeinsames Mittagessen.
Nach dem interaktiven Lernen lud Nepal Swiss die Bevölkerung zu einem traditionellen Linsengericht ein. Dal Bhat mit Reis und Roti wurde auf offenem Feuer zubereitet und in traditioneller Kleidung verteilt. Ein Stück Apfel und Tee rundeten das gemeinsame Mittagessen ab. Das Zusammensein stärkte die Verbundenheit zwischen Schule, Dorf und Projektteam.
Lotto als Brücke.
Am Nachmittag spielten wir mit rund 250 Dorfbewohnern Lotto. Die Preise waren nützlich, die Stimmung heiter und es entstanden viele Gespräche. Sprachbarrieren konnten spielerisch überwunden werden. Solche Anlässe verbinden Kinder und Erwachsene und schaffen gemeinsames Lernen über Generationen hinweg. Nepal Swiss unterstützt diese modernen Lernansätze und begleitet die Schule in Lumsa bei der Umsetzung.
Kultur mit buddhistischen Mönchen.
Das Kloster in Lumsa wurde vor einigen Jahren neu gebaut. Rund zehn Mönche leben dort. Einer von ihnen unterrichtet an der Schule, und teilweise besuchen die Kinder das Kloster, um zusätzliche Unterstützung beim Lernen zu erhalten. Die Kultur rund um das Kloster und die Mönche ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens in den Bergdörfern. Sie wird bei Festen wie Neujahr, Hochzeiten oder Verabschiedungen zeremoniell gepflegt und aktiv gelebt.